Viele Frauen, die in meine Praxis kommen, erleben zum ersten Mal eine Akupunkturbehandlung. Oft sind sie auf der Suche nach einer Alternative und einem sanften Weg, der ihre Beschwerden lindert.
Meist haben sie gehört, mit Schwangerschaftsbeschwerden müsse man leben, vieles sei normal. Manche Frauen möchten die Akupunktur auch einfach ausprobieren.

Zu Beginn einer Behandlung steht immer eine genaue Anamnese, die Aufnahme ihrer medizinischen und sozialen Vorgeschichte, in der Sie von ihren Beschwerden berichten und ich viele Fragen stelle.
Es ist nicht nur wichtig welche körperlichen Symptome Sie haben, sondern auch ob diese zum Beispiel zu bestimmten Zeiten oder unter bestimmten Bedingungen auftreten, ob verknüpfte Emotionen eine Rolle spielen und vieles mehr.
Auch eine genaue Puls- und Zungendiagnose wird vorgenommen.
Durch diese verschiedenen Informationen entsteht ein Gesamtbild.
In der Behandlung können sich dann im Idealfall mehrere Symptome bessern, da vieles aufeinander aufbaut und miteinander zusammenhängt.
In den meisten Fällen sprechen wir auch zusätzlich über das Thema Ernährung.

Wie wirkt Akupunktur?

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), einer Heilkunst, die vor über 2000 Jahren in China entstand. Die Behandlung basiert auf der Vorstellung, dass unsere Lebensenergie in verschiedenen Bahnen (Meridianen) durch unseren Körper zirkuliert.
Geraten diese Energieströme in ein Ungleichgewicht oder blockieren, kommt es zu körperlichen und psychischen Symptomen und Unausgewogenheiten.
Durch die Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte mit sehr feinen Nadeln sollen Blockaden gelöst und das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Akupunktur in der Schwangerschaft
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Wassereinlagerungen
  • Kapaltunnelsyndrom (Taubheit der Finger)
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Nervöse Unruhe, Angst
  • Erschöpfungszustände
  • Steißlage (BEL)
  • Verstopfung
  • Rauchentwöhnung
Akupunktur zur Geburtsvorbereitung

Die geburtsvorbereitende Akupunktur soll Sie auf mehreren Ebenen auf die Geburt vorbereiten.
Es handelt sich um eine stärkende Akupunktur, sie unterstützt das innere Gleichgewicht, Sie sollen kraftvoll und entspannt in die bevorstehende Geburt und das anschließende Wochenbett starten.
Ab der 36. Schwangerschaftswoche wird einmal wöchentlich eine bestimmte Kombination von Akupunkturpunkten gesetzt. Eine Studie der Universitätsklinik Mannheim belegt, dass die Geburtsdauer von Erstgebärenden im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt wird, da sich das Gebärmutterhalsgewebe lockert und der Wehenverlauf optimiert wird.
Meist werden während der geburtsvorbereitenden Sitzungen auch noch weitere individuell unterstützende Punkte gesetzt, je nach Bedarf.
Neben der Akupunktur gibt es auch Raum für Fragen oder Themen, die Sie in diesem letzten Abschnitt vor der Geburt besonders beschäftigen.

Akupunktur in Wochenbett und Stillzeit
  • Milchstau/Brustentzündung
  • Rückbildungsstörungen der Gebärmutter
  • Verstopfung
  • psychische Störungen im Wochenbett
  • Nervöse Unruhe/Angst
  • Erschöpfungszustände
  • Substanzmangel
  • Schlafstörungen
  • Rückenschmerzen
  • Kapaltunnelsyndom (Taubheit der Finger)
  • Narbenentstörung
Akupressur bei Neugebornenen

Im Rahmen des Wochenbetts klebe ich den Neugeborenen bei Bedarf spezielle Pflaster auf. An ihnen sind kleine Kügelchen befestigt, die Druck auf die Akupressurpunkte ausüben.
Sie können so Linderung bei Blähungen, Spannungen und Unruhezuständen bewirken.
Bei Bedarf leite ich auch die Eltern zur Massage der Punkte an.

Kosten

Wenn ich Sie zu Ihren Beschwerden oder ihrer Ernährung berate und Ihnen Tipps gebe, kann dies über eine Hebammenziffer abrechnet werden.
Die Akupunktur ist eine private Leistung, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird.
Die Kosten liegen pro Sitzung bei ca. 25 Euro, je nach Zeitaufwand und Material.
Sie erhalten eine private Rechnung.
Wenn Sie bei einer privaten Kasse versichert sind, können sie eine mögliche Kostenübernahme im Vorfeld erfragen.
Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, geben Sie bitte mit 24stündigem Vorlauf Bescheid.
Bei sehr kurzfristigen Absagen, wenn der Termin nicht anderweitig vergeben werden kann, berechne ich ein Ausfallhonorar.